skip_navigation

Komponenten-Set für Messgas-Aufbereitungseinheit für maritime Anwendungen

Im Rahmen der IAPP (International Air Pollution Prevention) Bemühungen die Emissionen von CO2 und anderen Schadstoffen zu reduzieren, wird auch die internationale Seeschiffart zunehmend reguliert. Dies hat seine Begründung darin, dass als Treibstoff für große Seeschiffe überwiegend stark schwefelhaltiges Schweröl (HSFO) zum Einsatz kommt und diese damit erheblich zur weltweiten Luftverschmutzung beitragen.


Um diese Verschmutzungsquellen zu beseitigen hat die IMO (International Maritime Organisation) schon vor längerer Zeit damit begonnen, ähnlich wie für Kraftwerke an Land, zulässige Grenzwerte für Luftschadstoffe verbindlich vorzuschreiben. Zusätzlich haben einige Küstenregionen in Amerika , Europa und Asien noch schärfere Emissionsgrenzwerte erlassen und verbieten Schiffen die diese Grenzwerte nicht einhalten die Einfahrt in ihre Küstengewässer und Häfen. Nationale Behörden überwachen die Emissionen mittels sogenannter Sniffer auch aus der Luft und/oder an stationären Punkten wie Brücken und Hafenanlagen.

Seit dem 1.1. 2020 gilt für SO2 in internationalen Gewässern ein Grenzwert von 0,50% und in Küstengewässern (ECA’s= Emission Control Areas) 0,10%. Zu den ECA’s zählen z.B. auch Nord und Ostsee.

Um den Reedereien die Möglichkeit zur Einhaltung der neuen Grenzwerte zu erleichtern, lassen die Regelwerke verschiedene Optionen zu. Dazu gehören die grundsätzliche Umstellung der Treibstoffart z.B. von HSFO auf MGO (Marine Gas Oil) oder LNG (Liquid Natural Gas) ebenso, wie die Aus- oder Nachrüstung der Schiffe mit Entschwefelungsanlagen, sogenannten SOx Scrubbern.

Diese Scrubber haben für die Reedereien den Vorteil, dass sie bei überschaubaren Investitions- und Betriebskosten weiterhin das im Verhältnis zu NGO oder LNG erheblich billigere HSFO in den vorhandenen Antriebsmaschinen verfeuern können.

Ähnlich wie die Entschwefelungsanlagen im stationären Kraftwerksbereich arbeiten die Scrubber als Luftwäscher. Im sogenannten open loop Verfahren nutzt man dabei die Alkalität des Seewassers zur Neutralisierung des Schwefels aus den Motorabgasen. Weniger verbreitet sind das closed loop und das trockene sowie aus beiden kombinierte hybride Verfahren. Dies sind geschlossenen Kreisläufe in den unter Einsatz von Chemie und Mineralien das Abgas entschwefelt wird.

Um den Regularien zu genügen und die erforderlichen Zertifikate zu erreichen müssen alle Anlagen ausnahmslos mit geeigneten, ebenfalls zertifizierten Emissionsüberwachungssystemen ausgerüstet sein. Diese messen ständig die Einhaltung der Grenzwerte für SO2 und CO2 und liefern auch die entsprechende Dokumentation. Diese muss bei Einfahrt in ECA’s und Häfen nachgewiesen werden. Die Dokumentation umfasst auch die ordnungsgemäße Entsorgung der beim Entschwefelungsprozess entstehenden Rückstände.

Wie in fast allen Bereichen der Schifffahrt ist es aus versicherungstechnischen Gründen Usus, müssen alle am Scrubbersystem beteiligten Bauteile und Geräte von einer international anerkannten Klassifikationsgesellschaft zertifiziert werden. Dabei werden den Abnahmetests die besonderen Einsatzbedingungen auf Schiffen und die klimatischen Umgebungsverhältnisse zu Grunde gelegt. Die Komponenten müssen so Beispielsweise Vibrationen je nach Standort von bis zu 4g standhalten und ihre elektromagnetischen Strahlungen dürfen keine Bordsysteme oder Sensoren stören.

Kühleinheit TC-Kit

  • Eingesetzt in DNV-GL und LR typgeprüfter Aufbereitungseinheit
  • Einhalten von Anforderungen nach MARPOL MEPC.259(68) der IMO nachgewiesen
  • geringe Auswascheffekte von DNV-GL bestätigt
  • Kompakter Aufbau für den weiteren Einbau in einem Gaskühlungssystem
  • Effektive Wärmeabfuhr durch außen befindliche Lüfter und Kühlrippen
  • Version 24 V, optional 230 V/115 V
  • Schutzklasse IPxxC, bei dichten Einbau IP54
  • Ein oder zwei Gaswege
  • Wärmetauscher aus Glas und PVDF verfügbar
  • Ausgangstaupunkt und Alarmschwellen einstellbar
  • Nennleistung bis zu 110 kJ/h
  • Taupunktstabilität 0,1 °C
  • Anzeigemodul MCD400 für separate Montage

Feinfilter AGF-PV 30

  • Eingesetzt in DNV-GL und LR typgeprüfter Aufbereitungseinheit
  • Einhalten von Anforderungen nach MARPOL MEPC.259(68) der IMO nachgewiesen
  • Besonderes Design für den Einsatz in vibrationsreichen Umgebungen
  • Bühler-Unique-Schnellverschluss
  • Material des Filtergehäuses: PVDF, Glas
  • Verschiedene Filterelemente
  • Geringe Totvolumina
  • Bypassanschluss für Feuchtefühler

Kondensat- und Dosierpumpe CPdouble

  • Eingesetzt in DNV-GL und LR typgeprüfter Aufbereitungseinheit
  • In einem System zur Einhaltung von MARPOL MEPC.259(68) der IMO einsetzbar
  • Besonderes Design für den Einsatz in vibrationsreichen Umgebungen
  • Einbau- und Gehäuseversion
  • FM-Zulassung optional
  • Separate Montage möglich
  • Verschiedene Förderleistungen
  • Dosierpumpen mit geringen Flussraten
  • Leicht auswechselbare Schläuche
  • Verschiedene Schlauchmaterialien für anspruchsvolle Anwendungen erhältlich
  • 115/230 V AC oder 24 V DC

Messgaspumpe P1.1

  • Eingesetzt in DNV-GL und LR typgeprüfter Aufbereitungseinheit
  • In einem System zur Einhaltung von MARPOL MEPC.259(68) der IMO einsetzbar
  • Besonderes Design für den Einsatz in vibrationsreichen Umgebungen
  • Leicht auswechselbare Ventile
  • Faltenbalg aus einem Stück
  • Fördert kondensathaltiges Messgas
  • Bewährte Pumpentechnologie
  • Attraktiver Preis
  • Geringer Platzbedarf
  • Gehäuseversion IP20
  • Optional mit integriertem Bypassventil
  • FM C-US Zulassung (Ordinary locations) optional

Strömungsmesser SM-6

  • Eingesetzt in DNV-GL und LR typgeprüfter Aufbereitungseinheit
  • In einem System zur Einhaltung von MARPOL MEPC.259(68) der IMO einsetzbar
  • Besonderes Design für den Einsatz in vibrationsreichen Umgebungen
  • Korrosionsfeste Materialien
  • Einfacher Aufbau
  • Messrohr einfach zu wechseln
  • Grenzwertschalter optional