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Digitale Kommunikation in der Messgasaufbereitung

Bei der Extraktion von Messgas aus dem Prozess werden zwangsläufig auch prozessbedingte Verunreinigungen wie Partikel oder Feuchte mit entnommen. Diese wiederum können die Messergebnisse beeinflussen oder die Messzellen beschädigen. Das Messgas muss daher vor Eintritt in den Analysator aufbereitet werden. Zur Entfernung von Feuchte wird im Messgaskühler die Gastemperatur unter den Taupunkt abgesenkt. Das anfallende Kondensat wird abgeführt.

Der TC-MINI Messgaskühler ist typischerweise gedacht für kompakte oder portable Gasaufbereitungssysteme, die für ein Messgas mit geringen Taupunkten und Durchfluss konzipiert sind und eine 24 V DC Versorgung zur Verfügung stellen.

Die Steuerung des Kühlers erfolgt durch einen Mikroprozessor. Ein Unter- bzw. Überschreiten des eingestellten Warnbereiches (z. B. nach dem Einschalten) wird sowohl durch Blinken der Leuchtdioden als auch durch das Statusrelais signalisiert. Der Statusausgang kann z. B. zum Steuern der Messgaspumpe verwendet werden, um ein Zuschalten des Gasstroms erst bei Erreichen des zulässigen Kühlbereiches zu ermöglichen. Durch den Anschluss eines Feuchtefühlers kann die Steuerung für die Überwachung von Kondensatdurchbrüchen erweitert werden.

Bislang konnte dabei die gemessene Kühlblocktemperatur per analogem 4 – 20 mA Signal übermittelt werden. Da die Digitalisierung weiter rasch fortschreitet, stellt Bühler Technologies GmbH in Zukunft das fortschrittlichere Modbus RTU Kommunikationsprotokoll zur Verfügung. Diese digitale Schnittstellestellt einer übergeordneten Instanz, wie z. B. dem Leitsystem erweiterte Informationen rund um den Messgaskühler zur Verfügung.

Mit der Option der digitalen Schnittstelle Modbus RTU hat der Anwender nun direkten Zugriff auf die Prozess- und Diagnosedaten, beispielsweise die aktuelle Kühlblocktemperatur oder Informationen über einen möglichen Temperaturfehler, falls diese außerhalb des Sollbereichs liegt. Ist ein Feuchtefühler angeschlossen, kann z. B. auch ein Feuchtedurchbruch direkt vom Leitstand aus ermittelt werden. Alle Einstellungen, die bislang über das Menü am Display des Messgaskühler vorgenommen werden konnten, können nun remote aus der Betriebswarte und direkt im laufenden Betrieb vorgenommen werden. So können die Kondensatpumpen aktiviert und je nach Bedarf wieder deaktiviert werden, der Sollwert der Kühlblocktemperatur kann angepasst werden und auch die Alarmschwellen sind remote einstellbar. Neue Funktionen sind zudem die Ausgabe der Auslastung des Kühlers (in %), was für eine Bewertung der Leistungsgrenze hilfreich ist sowie die Ausgabe der Gerätelaufzeit, die für die Realisierung von Wartungsintervallen genutzt werden kann.

Modbus RTU gilt als sehr robuste Schnittstelle und ermöglicht einen Fernzugriff auf den TC-MINI Messgaskühler zur Steuerung und Überwachung des aktuellen Zustands, eine robuste und zuverlässige Kommunikationzwischen Feldgeräten und dem Leitsystem und unterstützt somit einen sicheren und kontinuierlichen Prozess- und Anlagenbetrieb.

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